Auswärtsfahrt wieder ohne Punkte

Das Handballteam verliert mit nur einem Treffer Differenz erneut dramatisch. Wieder sind es eigene Fehler in entscheidenden Spielphasen, die am Ende den Sieg kosten. Einziger Trost kann sein, dass die Männer vom Haldenberg erneut nicht ihr Potential abrufen konnten und trotzdem nur haarscharf scheiterten. Die Mannschaft gerät nun jedoch zunehmend unter Druck auch zählbares einzufahren.

 

Nachdem das HT in der vergangenen Woche nach katastrophalem Fehlstart im weiteren Spielverlauf neun Tore aufholen konnte, glückte der Einstieg in die Partie gegen Lauterstein deutlich besser. Der bisher schwache Angriff zeigte sich strukturiert und zielstrebiger. In der Folge bot sich den Zuschauern bis zu 25. Spielminute ein offener Schlagabtausch. Volker Schempp brachte die Gäste mit einem Doppelschlag in der 18. Spielminute erstmals mit 7:8 in Führung. Es gelang den HT-Männern jedoch nicht sich weiter abzusetzen.

 

Funk nicht zu stoppen

Immer wieder netzte Timo Funk aus den schwierigsten Winkeln und Distanzen ein – während die HT Torhüter vergeblich ihren Rhythmus suchten.
Dass Angriffsspiel litt zunehmend unter dem fehlenden Zugriff am hinteren Ende des Feldes, da es das Handballteam einer ihrer Stärken beraubte – das Tempospiel. Die bis dahin gut funktionierende erste und zweite Welle kam zunehmend zum erliegen, weil schlicht die Ballgewinne fehlten. Nachdem Lukas Mäußnest kurz vor der Halbzeit nochmals auf 13:12 verkürzen konnte, kassierte man mit der Halbzeitsirene, symptomatisch für die Partie, einen schwach platzierten Stemmwurf aus zehn Metern von Rene Adelhelm.

 

Mit dem 14:12 Rückstand zur Pause war Trainer Mekic natürlich nicht zufrieden, wusste er auch um die Aufholqualitäten seiner Mannschaft. Neben kleineren taktischen Anpassungen im Angriffsspiel bediente er sich an einem Erfolgsrezept aus der Vorwoche. Aggressive und offensive Verteidigung. Zunächst wurde Funk, der bis dato weiter aus allen Lagen traf, mit einer Manndeckung an der Leine gehalten. Nachdem diese Maßnahme zwar zunehmend Besserung zeigte, reichte sie nicht aus, um den notwendigen Lauf zur Wende herbei zu führen. Zu schwach zeigten sich an diesem Abend die Torhüter und die Defensive auf den Außenpositionen. Sieben Tore von Fabian Thrun auf Außenlinks sprechen eine deutliche Sprache. Fast alle Treffer erzielte er nach eins gegen eins gegen die Wurfhand.

 

Mekic öffnete die Abwehr also noch weiter und setzte auf frühe Ballgewinne – möglichst weit weg vom eigenen Gehäuse. Die Maßnahme mit doppelter Manndeckung fruchtete erneut und das Handballteam eroberte durch Schempp und Lachenmayer in der 48. Spielminute eine zwei Tore Führung zurück. Bis fünf Minuten vor Schluss war die Partie dann ausgeglichen, mit leichten Tendenzen für das Handballteam.

 

Es wirkte in dieser Phase frischer und zielstrebiger als die Hausherren. Leider agierte man dann wieder völlig kopflos und schenkte der SG den Sieg auf dem Silbertablett. Beim Stand von 27:27 folgte ein unvorbereiteter Stemmwurf in den SG Mittelblock und anschließend ein unnötiger Ballverlust im Spielaufbau. Am Ende netzte die SG so den entscheidenden Treffer mehr ein und gewinnt am Ende glücklich, aber in der Folge des Spielverlaufs nicht unverdient, zwei wichtige Punkte, die das Handballteam dringend benötigt hätte.

 

Es spielten:

Haas, Renner, Spielmann
Kupka, Hahnloser (4), Schempp (8), Schöppe, Regent, Reich, Lachenmayer (5/2), L. Mäußnest (4), T. Mäußnest (2), Bodmer (5)