Dramatische Niederlage am Bodensee

Das Handballteam Uhingen-Holzhausen verliert seine Auswärtspartie am Bodensee bei der HSG Friedrichshafen-Fischbach denkbar knapp und hoch dramatisch mit 23:22. Es ist im Sport manchmal wie verhext. Wie viel Kampf und Einsatz auch erbracht wird, die erwünschten Ergebnisse lassen auf sich warten. Die Partie am vergangenen Wochenende passt perfekt in eben dieses Bild. Trotz aufopferungsvollem Einsatz bleiben die Punkte erneut beim Gegner, der nach vier Siegen in Folge nun den zweiten Tabellenplatz besetzt.

 

Die Partie begann für das Handballteam ähnlich wie die bereits absolvierten Spiele der letzten Wochen – nervös vor dem Tor. Die Abwehr steht von Woche zu Woche immer besser und muss sich auch in dieser Partie, mit 11 Gegentreffern pro Halbzeit, keinen Vorwurf gefallen lassen. Im Angriff hingegen will es in dieser Saison noch nicht rund laufen.

 

Schaffte man es zu Beginn der Saison nicht konsequent Wurfchancen zu erarbeiten, war es in dieser Partie über weite Strecken lediglich die Chancenverwertung, die das Handballteam ins Hintertreffen geraten lies. Nach drei vergebenen 100% Chancen aus 6m war die misslungene Anfangsphase erneut perfekt – Spielstand 4:0 für die HSG. Trainer Mekic sah sich bereits in der 8. Spielminute gezwungen, seine Mannen zum Timeout zu bitten.

 

Die Maßnahme sollte fruchten. Der Spielfluss im Angriff wurde besser und man verkürzte durch zwei schnelle Tore nach der Auszeit auf 4:2. Das Wurfglück wollte in dieser Halbzeit jedoch nie lange auf HT Seite verweilen. Immer wieder scheiterte man im Angriff am gut aufgelegten HSG Torhüter. Nach einer Zeitstrafe zog die HSG so wieder Treffer um Treffer davon. Zwischenzeitlich auf einen vier Tore Vorsprung – Spielstand 9:5 in der 23. Spielminute.

 

Die Mannschaft vom Haldenberg bewies in dieser Phase erneut ihre momentan größten Stärken, inmitten der Negativerlebnisse der vergangenen Wochen – Siegeswillen und große Moral. Die Mannschaft nahm Zweikämpfe an, steckte im Angriff viel ein und erarbeitete sich die notwendigen Tore, um wieder heran zu kommen, hart. Durch Tore von Mäußnest, Mödinger und Regent in der Schlussphase der ersten Halbzeit, verkürzte man bis auf 11:9. Man war zurück im Spiel, trotz fünf vergebener Großchancen – inklusive 7m.

 

In der Anfangsphase von Durchgang Zwei entwickelte sich dann ein offener und spannender Schlagabtausch. Das Handballteam blieb stets in Schlagdistanz schaffte es jedoch nicht, den Zwei-Tore-Rückstand weiter zu verkürzen. Nachdem die Haldenberger in der 38. Spielminute erneut in Unterzahl agieren mussten, zog die HSG wieder davon. Der stark aufgelegte Schöberl auf Seiten der HSG, erhöhte in dieser Phase auf 16:12. Nachdem das Handballteam durch M. Weller und Regent erneut auf zwei Tore verkürzte, stand in der 46. Spielminute ein 18:14 zu Buche – Timeout HT Uhingen-Holzhausen.

 

Der Verschleiß des schmalen Kaders machte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bemerkbar, der Wille die Partie zu drehen war jedoch ungebrochen. Die Endlose Geschichte sollte ihren Lauf nehmen. Zum wiederholten Mal kämpfte sich das Handballteam auf zwei Tore heran und eröffnete eine an Spannung nicht zu über-bietende Schlussphase. Insbesondere Hahnloser mobilisierte in dieser Phase nochmal alle Kräfte und führte den HT Angriff mit drei Treffern immer wieder heran, doch erneut fehlte dem Handballteam das nötige Glück oder auch die notwendige Cleverness, um Punkte mit nach Uhingen zu nehmen.

 

Zwei Mal brachte man sich selbst mehr als vermeidbar in Unterzahl. In den unglaublichen Schlussminuten geht man unter diesen Voraussetzungen sogar zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Immer wieder war es Spielmann, der das Handballteam in dieser Phase im Spiel hielt. 58:14 min. auf der Uhr 21:22 HT Uhingen-Holzhausen!

 

Wieder ist es Schöberl, der 60 Sekunden vor Schluss für die HSG zum Ausgleich trifft. Nachdem der HT Angriff aus dem Rückraum nicht erfolgreich abschließen konnte, traf auf der Gegenseite Witzemann per Gegenstoß zum dramatischen 23:22 für die HSG.

 

Es spielten:

 

Spielmann, Haas, Dilmas;
Hahnloser(7), Schöppe(1), Mödinger(3), Regent(3), F. Weller, Apin, M. Weller(3/3), Lachenmayer(1), Mäußnest(4)

Männer 1