M1 startet mit Niederlage in Österreich

Die Landesligamänner des Handballteams starten mit einer Niederlage in die neue Saison. Gegen den Konkurrenten aus Österreich BW Feldkirch musste man sich nach einer zu schwachen ersten Hälfte mit 24:22 geschlagen geben – auch wenn in der Schlussphase der Sieg zum greifen nah war.

 

Das Handballteam musste in der Winterpause leider weitere personelle Rückschläge verkraften. Nachdem bereits im Vorjahr klar war, dass sich Lukas Mäußnest einer erneuten Handgelenksoperation unterziehen muss und vorerst ausfallen wird, verletzte sich auch noch Mannschaftskapitän Tim Mäußnest schwer an der Schulter und fällt lange aus. Die ohnehin prekäre Personalsituation im Uhinger Rückraum verschärfte sich also zusätzlich. Mit zwei Kreuzbandrissen und zwei Schulterverletzungen im laufenden Spielbetrieb können sich die Männer vom Haldenberg nur noch bedingt weitere Verletzte leisten.

 

In der Partie gegen Feldkirch konnte Gerd Kissling, der den ebenfalls frisch operierten Chefcoach Almir Mekic vertrat, immerhin wieder auf Michael Regent zurückgreifen, der zuletzt berufsbedingt lange Zeit fehlte. Die HT Männer starteten der schwierigen Rückrundenvorbereitung entsprechend schwierig in die Partie. Im Angriff, speziell im angesprochen dünn besetzten Rückraum, fand die Mannschaft zu selten Mittel, um die kompakt stehende BW Abwehr auszuhebeln. Trotz zu wenig Gefahr aus dem Rückraum, attackierten die Haldenberger immer wieder den großgewachsenen Mittelblock, anstatt das Spiel breiter aufzuziehen und ihre Stärken im eins gegen eins auszuspielen.

 

Schnell gerieten die Hausherren mit 7:2 in Front, bei bereits 14 gespielten Minuten. Die notwendige Auszeit brachte im Anschluss zumindest kurzfristig Besserung. Die BW Abwehr wurde durch ein breiter angelegtes Angriffsspiel entzerrt. Bodmer und Hahnloser fanden auf den Rückraumpositionen so besser zu Wurfmöglichkeiten und verkürzten auf 8:7. Das Handballteam schien in der Partie angekommen, durfte sich aufgrund des weiter bestehenden Rückstands jedoch kaum Fehler erlauben – diese passierten aber schlicht zu oft. Bis zum Pausenpfiff erhöhte Feldkirch erneut auf fünf Treffer Differenz und das Handballteam benötigte in der zweiten Hälfte wieder eine Aufholjagd. Spielstand 14:9.

 

Die Probleme waren offensichtlich. Die HT Männer scheuten aufgrund der mangelnden Wechselmöglichkeiten zu oft die zweite Welle, gegen sich nur behäbig zurückziehende Feldkircher und musste sich jeden Treffer über den ohnehin stockenden Positionsangriff erarbeiten – Kissling reagierte. Lachenmayer kam im zweiten Durchgang über links Außen und verbuchte direkt drei Treffer in Folge. Bodmer, Schempp und Reich machten zudem deutlich mehr Tempo über die zweite Welle, die dem Handballteam die dringend benötigten einfachen Tore bescherte. In den Schlussminuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Die HT Männer kämpften sich wieder heran und waren die letzten zehn Minuten stets in Schlagdistanz von einem Treffer Differenz. Mit noch 50 Sekunden auf der Uhr und einem Treffer Rückstand wurden die Hausherren bei ihrem Ballbesitz offensiv, auf Ballgewinn orientiert verteidigt – eigentlich mit Erfolg. Die HT Abwehr zwang den BW Angriff in zwei strittige Situationen die ebenso mit Schritten und Ballbesitz Uhingen ausgelegt werden hätten können, der Pfiff blieb jedoch leider aus. Das überfällige Zeitspiel versuchte im Anschluss nur einer der beiden Schiedsrichter anzuzeigen, sein Partner übersah dies in der Hektik jedoch und Feldkirch konnte zur Entscheidung einnetzen.

 

Verloren wurde die Partie jedoch ganz klar und in der Summe verdient im ersten Durchgang. Die HT Männer benötigten zu viel Zeit, um ihren gewohnten Rhythmus zu finden. Jedoch hat diese Mannschaft schon in der Vorrunde bewiesen, dass sie aus schwierigen Phasen gestärkt hervor gehen kann.

 

Es spielten:

Tor: Wirth, Haas
Feld: Hahnloser(3), Schöppe, Mödinger, Regent(2), Schempp(2), Reich(1), Lachenmayer(7/3), Bodmer(7/2)