Frauen geben sich kämpferisch und verbuchen die nächsten Punkte auf ihrem Konto

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Plieningen standen unter keinen guten Bedingungen. Plieningen hat ein Harzverbot in der Halle ausgesprochen, und einen Hallenboden, der an Rutschigkeit kaum zu überbieten ist. Urlaubs- und verletzungsbedingt musste das Trainerteam außerdem gleich auf mehrere Stammspielerinnen verzichten. Dennoch waren die übrigen HT-Spielerinnen gewillt, alles zu geben und Plieningen die erste Heimniederlage beizubringen.

 

Die Partie begann sehr hektisch und nervös auf Uhinger Seite – vor allem mit dem Ball konnten sich die Uhingerinnen zu keinem Zeitpunkt anfreunden. Uhingen war klar die bessere Mannschaft, konnte dies jedoch auf der Anzeigetafel nicht verdeutlichen. Bis zum 7:7 lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, ehe sich die HT-Damen zu oft an Schiedsrichter-Entscheidungen aufhielten und sich in der sonst so sicheren Abwehr zu viele Abstimmungsfehler einschlichen.

 

Im eigenen Angriff sollte in dieser Phase überhaupt nichts mehr funktionieren; der rutschige Boden machte 1-gegen-1-Aktionen schier unmöglich und die Würfe aus dem Rückraum gingen des Öfteren übers Tor oder trafen nur den Torpfosten. Ganze 12 Minuten ohne Tor und schlechtes Zusammenspiel in der Abwehr ermöglichten den Gastgeberinnen einen 3-Tore-Vorsprung zur Halbzeit (10:7).

 

In der Halbzeit schien das Trainerteam dann die richtigen Worte gefunden zu haben – reine Kopfsache, dass die Halle rutschig und der Ball ohne Harz schwer zu kontrollieren ist; klar die bessere Mannschaft auf dem Feld und nicht zu sehr an der desolaten Leistung des Schiedsrichters aufhalten. Entsprechend motiviert gingen die HT-Spielerinnen in Halbzeit Zwei. Durch eine wesentlich besser stehende Abwehr konnte ein Ball nach dem anderen abgewehrt werden und im Angriff hebelte man die Abwehr der Heimmannschaft durch schöne Spielzüge aus. So konnten die Gäste über 10:8, 11:9 auf 11:11 (42. Minute) ausgleichen.

 

Ab diesem Zeitpunkt zeigte sich wieder der Uhinger Zusammenhalt und Kampfgeist. Plieningen konnte vorlegen, Uhingen behielt die Ruhe und glich postwendend wieder aus. Wie in Halbzeit Eins lieferten sich die Mannschaften in den folgenden Minuten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der 57. Minute leuchtete auf der Anzeigetafel ein 18:18 auf und bei den Plieningerinnen keimte wohl schon die Hoffnung auf, dass man sich mit einem Unentschieden trennen würde.

 

Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Abgezocktheit und Willensstärke der HT-Damen gemacht. In der Abwehr ließ man jetzt gar nichts mehr zu und zwang die Heimmannschaft zu schlechten Würfen aus dem Rückraum oder zu Würfen unter Zeitdruck. Im eigenen Angriff spielte man geduldig, bis sich eine Chance ergab.

 

Uhingen konnte den 18:19-Führungstreffer erzielen und wieder war es die Abwehr, die Plieningen zum Verzweifeln brachte. Ein letzter Angriff auf Uhinger Seite führte zu einem 7m-Strafwurf, der im Nachsetzen verwandelt wurde. So verließ die Gastmannschaft aus Uhingen mit einem 18:20-Sieg das Feld.

 

Fazit: Nicht schön, aber der PURE Wahnsinn!

 

Es spielten:

Arndt (Tor), Eleuther (Tor); Pohl (2), Hendlmeier, Henke, Thomsen, Pfeiffer (1), Müller, Vollmer (1), Kissling (3), Schmidt (1), Voith (5/1), Komarek (7/2)

Frauen 1